„Refeudalisierung“ des Bürgertums, als einen „Kapitalismus ohne Bürgertum“. […]

Doch in einem refeudalisierten System stehen Leistung und Belohnung in keinem vernünftigen kausalen Verhältnis zueinander. Das haben die Einkommensentwicklungen der letzten Jahr drastisch deutlich gemacht.

Spiegel Online: Kapitulation des deutschen Bürgertums

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Linktipp: „Wo Bush recht hatte“

Veröffentlicht: 12. Februar 2011 in Links, Politik
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Eine kritischer Kommentar zur Außenpolitik der Neo-Konservativen wie G. W. Bush, der schön aufzeigt welche Denkfehler häufig bei solchen Diskussionen gemacht werden, ohne diese selbst zu machen.

Die Tatsache, dass mir ein Fehler auffällt, weil er nicht gemacht wird sagt dann doch sehr viel über die Debattenkultur in unserem Land aus…

Ein nettes Zitat aus dem Artikel als Hinweis darauf wie kontraintuitiv Logik manchmal sein kann:

So, wie sie die Rhetorik der Bush-Regierung bestätigen, falsifizieren sie deren reale Politik.

Immer wieder schön, wenn die Mainstream-Medien einem zustimmen. Diesmal der Tagesspiegel mit diesem Artikel.

Hier ein kurzer Auszug:

Die Demokratie in Deutschland befindet sich in einem Transformationsprozess. Der Populismus ist rechts, links und auch in der Mitte gleichermaßen auf dem Vormarsch. Die Macht der Medien wird immer größer, der Lobbyismus immer einflussreicher.

Die Deutschen kaufen lieber Einwegflaschen

Veröffentlicht: 7. Februar 2011 in Links
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Wie ich auf den letzten Blogpost kam? Wegen diesem Artikel hier
Falls ihr Hoffnung hattet, dass die Politik in der Lage ist den Untergang des Abendlands aufzuhalten: Vergesst es, sie bekommen nichmal FLASCHEN geregelt

Über die Machtlosigkeit der Politik

Veröffentlicht: 7. Februar 2011 in Weltuntergang
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Währen bei Umweltthemen wie der globalen Klimaerwärmung offensichtlich ist, dass diese nicht durch nationale Alleingänge gelöst werden können ist dies bei vielen anderen Themen weniger offensichtlich, aber dennoch der Fall.

Die letzte Wirtschaftskrise z.B. wurde nicht (direkt) durch falsche Wirtschaftspolitik ausgelöst, sondern hatte ihren Ursprung in den USA. Das „einzige“ Versagen bestand darin, dass die Politik nicht verhindert hatte, dass diese Krise auf Deutschland übersprang. Bei der Regulierung der Finanzmärkte wäre das vielleicht noch gegangen, andere Länder wie beispielsweise Kanada haben dies auch erfolgreich gemacht. Aber durch die exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft hätte auch das nicht viel genutzt. Die Konjunkturschwäche hätte, wenn auch schwächer, auf jeden Fall auf uns abgefärbt.

Bei der Kinderpornographie wird offen zugegeben, sogar ein ganzes Gesetz damit begründet, dass geltendes Recht (KiPo sind schlieslich heute schon verboten) nicht durchsetzbar ist.

Das ist erstmal eine großartige Entwicklung, es gibt weniger Egoistische Politik einzelner Länder, aus dem einfachen Grund, weil dies nicht mehr möglich ist.

Gleichzeitig führt es aber zu einem Legitimationsproblem der Politik. Weshalb wählen gehen, wenn Chinesen eine strengere Umweltpolitik, Kanadier eine strengere Bankenaufsicht und die EU mehr Datenschutz verhindern?

Herrschaftsformen unterscheiden sich im Wesentlichen darin wie Beschlüsse gefasst werden. Eines aber haben sie gemein: wenn die Beschlüsse nicht durchgesetzt werden, sind weder die Beschlüsse noch das entsprechende System das Papier auf dem sie stehen nicht wert.

Die „Süddeutsche Zeitung“ zitierte eine besorgte Mutter, die ihren Sohn als stets fleißig und ordentlich beschrieb. „Nun muss er zur Bundeswehr. Ich hab so Angst, dass er da verlottert.“

Wie würde sowas heute klingen? Meine Tochter muss zur Bundeswehr, ich hab Angst dass sie da stirbt.

Brot und Spiele!

Veröffentlicht: 6. Februar 2011 in Kulturverfall
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Wer braucht da schon Bildung?

Volker Rebell auf seiner Seite in einem Interview mit der FAZ zur Situation des Radios

Dabei müsste doch speziell das Hörmedium Radio die Kultur des Zuhörens pflegen. Gerade in Zeiten, in denen es immer wichtiger wird, zwischen Kulturen, Religionen, aber auch zwischen den sozialen Schichten zu vermitteln, Konflikte zu entschärfen, bekommt das „Zuhören-können“ eine entscheidende Bedeutung. Man darf doch nicht die Hör-Bildung gänzlich vernachlässigen oder ins Internet abschieben, nur um die Quote hochzutreiben

Macht ja nix, haben ja Dschungelcamp….